[öffentliche diskussion]

„America first!“ im Hinterhof:
die USA unter Trump sichert ihre Einflusssphäre auf dem amerikanischen Kontinent strategisch ab

Datum: Donnerstag, 26. Februar 2026, 19.00 Uhr
Ort:  Bahnhof Langendreer Wallbaumweg 108, 44894 Bochum,  Raum 6
Veranstalter: kritik&argumente

„Nach Jahren der Vernachlässigung werden die Vereinigten Staaten die Monroe-Doktrin wieder geltend machen und durchsetzen, um die Vorrangstellung Amerikas in der westlichen Hemisphäre wiederherzustellen und unser Heimatland sowie unseren Zugang zu wichtigen geografischen Gebieten in der gesamten Region zu schützen.“

  • Stichwort „unsere Hemisphäre“: Welchen politischen Standpunkt macht die Regierung Trump bezüglich Mittel- und Südamerika kenntlich, wenn sie die Region mit dem Possessivpronomen „unser“ zu ihrem Hinterhof erklärt?
  • Stichwort „Vernachlässigung“: Was hat die USA in ihrem Hinterhof anbrennen lassen, das jetzt mit Gewalt wiederhergestellt werden muss?
  • Stichwort „Vorrangstellung“: Was muss im Namen der Monroe-Doktrin gesichert werden und vor wem eigentlich?

Unsere These: Es geht Trump nicht darum, einen Status wiederherzustellen oder ökonomische Vorrangstellungen zurückzuerobern, sondern darum, das Verhältnis zu den Staaten der Region grundsätzlich neu festzuschreiben – als exklusives Verfügungsrecht, mit dem die USA den Staaten vor Ort die Bedingungen ihrer Staatsräson diktiert. Mit der neuen nationalen Sicherheitsdoktrin „Peace Through Strength“ räumt die USA die sogenannte „regelbasierte Weltordnung“ ab und führt neue Sitten in die Konkurrenz der Staaten ein.

Darüber wollen wir diskutieren.