[vortrag&diskussion]

Der Krieg der USA gegen den Iran:
Amerikas Krieg für einen MAGA-Frieden im Nahen Osten

Datum: Dienstag, 03. November 2026, 19 Uhr 
Ort: Bochum, Ruhr-Universität – AStA-KulturCafé, Universitätsstr. 150
Gastreferent: Ein Redakteur der Zeitschrift GegenStandpunkt
Veranstalter: Gruppe kritik&argumente

Der Mainstream offizieller und öffentlicher Stimmen zu Trumps „Epic Fury“-Feldzug klingt hierzulande ungefähr so:

– Dass der Kanzler von Deutschland von dem Krieg abgeraten hätte, wenn er gefragt worden wäre;

– dass die USA Erfolge nicht einfahren in dem Krieg, den sie ohne Deutschland führen und gefälligst auch alleine führen sollen;

– dass die USA planlos sind, was ein Exit aus dem Krieg sein könnte, dessen Ende Deutschland dringend will;

– dass ihr Ressourcen-verschlingender Krieg gegen den Iran zumindest zwischendurch die US-Unterstützung für den Krieg in der Ukraine fraglich gemacht hat, der für Deutschland so wichtig ist;

– dass die Auswirkungen des Krieges auf die Weltwirtschaft verheerend sind, der Deutschland auch ökonomisch bloß schadet – sehr im Unterschied zum Wirtschaftskrieg gegen Russland, der deutschen Interessen dient.

Das ist im Prinzip schon alles, was man in der deutschen Öffentlichkeit über Trumps ersten großen Krieg erfährt. Offenbar genug für alle, die sich angewöhnt haben, noch jede Gewalt auf dem Globus und überhaupt alles in der Welt durch die deutsch-patriotische Brille zu betrachten und an alles nur die Frage stellen, wie Deutschland dabei vor- und als Macht vorankommt. Es ist schlicht nichts an Auskunft für diejenigen, die an diesen Krieg zum Beispiel die folgenden Fragen haben:

– Warum hat die Weltmacht USA ihren bis dato gepflegten Umgang mit der Macht Iran aufgegeben und den Krieg beschlossen?

– Wofür führt die Weltmacht USA den Krieg, nach welcher weltpolitischen Logik definiert ihr Führer Trump welches Ergebnis als unbedingt herzustellendes Recht Amerikas?

– Wie passen dazu die neuen Sitten in Sachen Kriegsführung und Kriegsdiplomatie, die so ersichtlich davon abweichen, wie die USA den Mittleren Osten bisher mit dem Einsatz ihrer Militärmacht beglückt haben?

Wer in diesem Sinne Erklärung für das brutale Geschehen sucht, kommt bei unserer Veranstaltung auf seine Kosten.

[öffentliche diskussion]

Populisten im Höhenflug

Datum: Donnerstag, 24. September 2026, 19.00 Uhr
Ort:  Bahnhof Langendreer Wallbaumweg 108, 44894 Bochum,  Raum 6
Veranstalter: kritik&argumente

In Deutschland stürmt die AfD von einem Wahlerfolg zum nächsten, in Italien bricht Meloni den Rekord in Sachen am längsten amtierende Regierung, in Frankreich liegt Le Pen in Umfragen für die Präsidentschaftswahlen klar vorne und in den USA regiert Trumps MAGA – populistische Parteien und Politiker, die erfolgreich um die Macht im Staat konkurrieren.
Mit welcher Diagnose und mit welchem Angebot agitieren populistische Parteien das Volk, wenn sie ihren Wählern versprechen, gemeinsam das „gute, alte Deutschland“ zurückzuholen, sie in eine „Schlacht für Frankreich“ zu führen – oder eben „to make America great again“; wenn sie ankündigen, ihre Wähler in einen Kulturkampf gegen Ausländer, vor allem gegen die unbestellt eingereisten, gegen die zum „Establishment“ gehörenden Altparteien, gegen „Woke-Kultur“ und andere linksradikale Verkommenheiten, Globalisierung, Internationalismus und die Zerstörung des traditionellen Familienbildes zu führen?

Darüber wollen wir diskutieren.

Lesetipps:
GS 4-19 Der Populismus: Anmerkungen zu einer alternativen Form demokratischer Herrschaftsausübung
GS 1-24 Die AfD im Höhenflug: Wie deutsche Populisten das Volk agitieren