{"id":822,"date":"2026-01-24T07:23:35","date_gmt":"2026-01-24T06:23:35","guid":{"rendered":"http:\/\/kritik-und-argumente.de\/?p=822"},"modified":"2026-02-21T20:44:28","modified_gmt":"2026-02-21T19:44:28","slug":"oeffentliche-diskussion-20","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kritik-und-argumente.de\/?p=822","title":{"rendered":"[\u00f6ffentliche diskussion]"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong><strong><strong>Wehrreform: Deutschland macht sich kriegsbereit <\/strong><\/strong><\/strong><br><strong><strong><strong>\u2013 und du sollst dich dazu stellen!<\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Datum: <\/strong>Donnerstag, <strong>29. Januar<\/strong> 2026, 19.00 Uhr<br><strong>Ort:\u00a0 <\/strong>Bahnhof Langendreer Wallbaumweg 108, 44894 Bochum,\u00a0 Raum 6<br>Veranstalter: kritik&amp;argumente<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeitenwende 2.0 verlangt mehr als Waffen und Geld \u2013 sie verlangt den dazu passenden <strong>Geist<\/strong>. Und da diagnostiziert die politische F\u00fchrung beim Volk einen Mangel: zu friedlich, zu bequem, zu wenig vorbereitet auf das, was sie als nationale Notwendigkeit ausruft. Die Bev\u00f6lkerung wird mit Feindbildpflege, drastischer Ausmalung der Bedrohungslage und dem Aufruf, dieser resilient und nicht zu \u00e4ngstlich zu begegnen, geistig <strong>auf Krieg getrimmt<\/strong>, der nicht weiter als Ausnahme, sondern als <strong>realistische Lebensperspektive<\/strong> begriffen werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Gefordert und gef\u00f6rdert wird ein \u201eMentalit\u00e4tswechsel\u201c, dessen Notwendigkeit am Feindbild Russland vorgef\u00fchrt wird: Das Volk soll endlich begreifen, dass es sich geistig auf einen konventionellen Krieg gegen Russland einzustellen hat. Diese Perspektive wird nicht begr\u00fcndet, sondern als Sachzwang verk\u00fcndet, der angeblich aus der \u201eLage\u201c folgt. Dass es sich dabei um einen politischen Willen handelt, der Gegner benennt, Fronten zieht und Aufr\u00fcstung betreibt, verschwindet hinter der Beschw\u00f6rung einer unausweichlichen Notwendigkeit. Dabei stellt kaum jemand die unerw\u00fcnschte Fragen: <strong>Warum eigentlich dieser Krieg \u2013 und welchen und wessen Zwecken dient er?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende wird es pers\u00f6nlich. Die Wehrreform verwandelt den Dienst f\u00fcr den Staat in eine <strong>private Gewissensfrage<\/strong>: \u201e<em>Was kann ich und was will ich zur Sicherheit meines Landes, in dem ich lebe, beitragen?\u201c<\/em> Jeder soll sich fragen, ob er bereit ist, f\u00fcr \u201euns alle\u201c zu dienen. Mit derart moralischer N\u00f6tigung wird die Bev\u00f6lkerung nicht nur auf den Ernstfall eingeschworen, jeder Einzelne soll ihn als bekennender Teil der nationalen Schicksalsgemeinschaft auch geistig mittragen. Jeder soll entscheiden, <strong>was er f\u00fcr die Sicherheit des Landes tun will<\/strong>. Dabei ist das einzige, was der befragte Mensch entscheidet, nur <strong>eins: sich<\/strong>!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dar\u00fcber wollen wir diskutieren:<\/strong><br>Mit welchen Zumutungen an den Verstand wird aus einem fremden Staat ein ganz pers\u00f6nlicher Feind gemacht? Wie wird von jedem Einzelnen verlangt, sich innerlich auf die staatliche Kriegsvorbereitung einzustellen \u2013 als Gewissensfrage, als Verantwortungsbeweis, als demokratische Pflicht? Und warum erweist sich ausgerechnet die demokratische Kritik an Aufr\u00fcstung, Wehrpflicht und Lastenverteilung als so verl\u00e4sslich produktiv f\u00fcr genau das, was sie angeblich hinterfragt: die Herstellung allgemeiner Kriegsbereitschaft?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wehrreform: Deutschland macht sich kriegsbereit \u2013 und du sollst dich dazu stellen! Datum: Donnerstag, 29. 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